5 Tipps für eine bessere Guest Experience
Zuletzt aktualisiert am 19. September 2026
🎬 Video-Transkript zum Nachlesen
Fünf Tipps für eine bessere Gästexperience deiner Besucher.
Marketing bedeutet vorrangig kundenorientiertes Denken und Handeln. Und deshalb gehört das Thema Gästexperience meiner Meinung nach ebenfalls in unsere One Minute Eventmarketing Videoserien. Dabei ist es übrigens absolut nebensächlich, ob Du das nun Gästexperience, Besuchererlebnis oder Customer Experience nennst. Wichtig ist lediglich zu verstehen, dass die Gästexperience schon weit vor dem Betreten des Veranstaltungsgeländes anfängt.
Jeder Kontaktpunkt mit deiner Eventmarke, egal ob digital oder analog, erzeugt bei den potenziellen Käufern ein Erlebnis oder eine Erfahrung. Und mit der Umsetzung dieser fünf Tipps kannst Du dafür sorgen, dass diese einzelnen kleinen Erlebnisse auf ein positives Gesamterlebnis einzahlen. Und genau das wollen wir ja. Dann lass uns mal direkt loslegen.
Tipp Nummer eins, eine anwenderfreundliche Webseite mit Ticketshop. Deine Webseite ist natürlich ein enorm wichtiger Kontaktpunkt. Darum sollte sie informativ, übersichtlich, anwenderfreundlich und mobil optimiert sein. Außerdem sollte der Ticketshop eingebunden und mithilfe von zusätzlichen Call to Action Buttons leicht zu finden sein.
Was ich über die Webseite gesagt habe, gilt auch für den Ticketshop und darüber hinaus sollte dieser einen unkomplizierten Checkout Prozess, wenn möglich sogar One Click Checkout bieten. Tipp Nummer zwei, wichtige Hinweise und Informationen vorab kommunizieren.
Wichtige Hinweise und Infos sind beispielsweise verbotene Gegenstände. Welche Gegenstände dürfen mitgenommen werden? Wie kann man vor Ort bezahlen? Gibt's Geldautomaten? Kann man Tabak kaufen oder nicht? Wie funktioniert das Bonsensystem?
Wo finde ich eine Getränkekarte und so weiter. Das vorab zu kommunizieren, kannst Du Social Media Posts oder deinen Newsletter nutzen. Bewährt hat sich auch, ein Festival Booklet als PDF anzubieten, in dem alle wichtigen Infos gesammelt auftauchen.
Dieses PDF kannst Du dann auf deiner Webseite zum Download anbieten und diese Downloadmöglichkeit eben über die eben genannten Kanäle kommunizieren. Kurze Wartezeiten an Bars, an Bonkassen, Toiletten und am Einlass.
Bei Bonkassen und Toiletten ist es häufig so, dass diese zwar in ausreichender Anzahl vorhanden sind, aber beispielsweise in Reihen aufgebaut werden. Was dann des Öfteren passiert, ist eine Schlangenbildung vor den Toiletten oder Bonkassen der ersten Reihe, während die hinteren Reihen gar keine Beachtung mehr finden. Oft heißt es dann, es wären zu wenig Toiletten vor Ort gewesen, obwohl sie in ausreichender Zahl vorhanden waren und das ist ja wirklich schade. Hier lohnt sich eine wirklich gute und auffällige Beschilderung oder wenn Du die Möglichkeit hast, die Toiletten- Bonkassen in die Breite aufzustellen, sodass man bereits beim Hinlaufen alle sehen kann.
Tipp Nummer vier, den Einlass beziehungsweise die Ticketentwertung wirklich gut vorbereiten. Alle Smartphones früh einrichten und den Ticket Scan vorab, wenn möglich vor Ort testen. Bei Offlocations ohne eigenes WLAN am Einlass oder an den Einlässen, bitte im Hinterkopf behalten, dass bei fünf, zehn, fünfzehn oder zwanzigtausend Menschen das mobile Datennetz überlastet sein wird.
Für solche Fälle setzen wir mittlerweile Starlink ein. Eine weitere Möglichkeit wäre noch, die Ticketcodes nach Beendigung des Vorverkaufs auf die Scanhandys zu laden. Das Datenvolumen, das ist wirklich gering, das liegt im Kilobyte Bereich und es geht rasend schnell. Das sollte man natürlich noch dann machen, wenn man Internet hat. Denn so kannst Du auch bei schlechter oder eben auch gar keiner Netzverbindung immer noch Tickets entwerten. Und dazu noch ein Punkt, das Scanpersonal sollte rechtzeitig eingewiesen werden.
Häufig übernimmt ja die SEQ das Abscannen der Tickets. Dafür einfach noch mal zehn bis fünfzehn Minuten für die Einweisung einplanen. Tipp Nummer fünf, auffällige Beschriftung und Beschilderung vor Ort. Das betrifft bereits den Weg zur Location, egal ob die Anreise mit dem Auto, mit der Bahn oder mit dem Fahrrad erfolgt. Dafür noch kleiner Bonustipp.
Auf dem Weg macht es Sinn, wenn man noch zusätzliche Müllhalme aufstellt. Außerdem benötigst Du noch eine ordentliche Beschilderung am Parkplatz selber, einschließlich der Hinweise bezüglich der verbotenen Gegenstände, also was mitgenommen darf und was nicht, damit die Besucher mögliche verbotene Gegenstände noch im Auto lassen können, wenn sie eigentlich noch aufm Parkplatz sind. Und natürlich benötigst Du auch noch eine Beschilderung, den Menschen zu zeigen, wie sie vom Parkplatz an den Einlass kommen. Und da wären wir auch schon beim letzten Punkt, und zwar der Einlass selbst.
Hier bitte ordentlich beschildern, wo ist der VIP Einlass? Wo wo sind die Schleusen für die anderen Tickets? Wo findet der Fast Lane Einlass statt? Wo findet der Seq check statt?
Und den Seqcheck übrigens bitte vor dem Ticket Scan durchführen. Das hat sich bei uns bewährt. Besser, deutlich besser als umgekehrt. Und ganz wichtig, Rückstau beim Ticket Scan zu vermeiden, kurz bevor die Besucher an die Einlassschleuse kommen, sollte noch eine große auffällige Beschilderung hin mit der Aufschrift Tickets bereithalten, denn das verursacht in der Regel den größten Stau.
Einlass ist ohnehin ein sehr wichtiges Thema, das von vielen Veranstaltern stiefmütterlich behandelt wird. Aber gerade weil der Einlass so viele Reibungspunkte erzeugen kann, gibt's dazu noch ein weiteres Video mit zusätzlichen Tipps von mir, in dem es ausschließlich das Thema Einlass geht. Wir sehen uns im nächsten Video. Bis dahin, mach's gut, tschau, dein Valentino.