Wie du die künstliche Verknappung einsetzt

Zuletzt aktualisiert am 19. September 2026

🎬 Video-Transkript zum Nachlesen
Was ist eine künstliche Verknappung und wie Du sie einsetzen kannst, deine Ticketverkäufe zu erhöhen, das erzähle ich dir in diesem Video. Einige unter euch arbeiten bereits mit künstlicher Verknappung, viele andere jedoch noch nicht und wundern sich dann aber auch häufig über die schleppenden Ticketverkäufe. Darum gehe ich in diesem Video darauf ein, was eine künstliche Verknappung ist, warum du damit arbeiten solltest und wie du sie einsetzen kannst. Künstliche Verknappung heißt, ich kreiere künstlich Knappheit, damit die Nachfrage größer ist als das Angebot und erzeuge damit ein höheres Verlangen und eine höhere Handlungs- beziehungsweise Kaufmotivation bei meiner Zielgruppe. Anhand zweier Beispiele aus dem Eventbereich, zwei Beispiele, die wir alle kennen, fange ich mal mit natürlicher Knappheit an. Wenn der FC Bayern ein Champions League Viertelfinale spielt, ist die Nachfrage nach Karten ein Vielfaches höher, als tatsächlich Karten vorhanden sind. Gleiches gilt für Konzerte von absoluten Megastars. Die Nachfrage ist dann natürlich deutlich größer als das Angebot und dadurch existiert Knappheit. Du brauchst in dem Fall also keine künstliche Verknappung, die Kaufmotivation zu steigern. Mittlerweile wird bei Konzerten von Megastars sogar Dynamic Pricing eingesetzt, was bei starker Nachfrage zu total absurden Ticketpreisen führt. Doch jetzt mal zu unserer Realität. Sagen wir mal, du hast eine Location, du hast in deiner Location eine Kapazität von dreitausend Besuchern und du schätzt das Verkaufspotenzial bei zweitausend Karten ein und hast dadurch dein Verkaufsziel abgeleitet und definiert mit zweitausend Karten. Per se herrscht hier keine natürliche Knappheit. Aber auch wenn die Locationkapazität bei zweitausend läge, dann gehen wir, da wir nicht der FC Bayern sind, auch hier davon aus, dass sich die zweitausend Karten nicht von alleine verkaufen und Du was dafür tun musst, dieses Verkaufsstil zu erreichen. Und an dieser Stelle kommen nun wieder die Elemente aus deiner Preisstrategie ins Spiel. Du erschaffst Angebote, also Gelegenheiten, die Du limitieren und somit verknappen kannst. Aus Käuferperspektive sind das Gelegenheiten, die man verpassen kann, wenn man sie nicht wahrnimmt. Mit diesen Gelegenheiten erzeugst Du Druck, Verlustangst und erhöhst dadurch die Handlungs- beziehungsweise Kaufmotivation. Ein Beispiel. Du gibst zweihundert Bleintickets zum vergünstigten Preis in den Verkauf, weil Du weißt, dass für dieses Angebot eine ausreichend hohe Nachfrage herrscht. Dann bewirbst Du dieses Angebot entsprechend und durch diese Limitierung erzeugst Du auf künstliche Art Knappheit, also künstliche Verknappung. Im Rahmen deiner Marketingkommunikation gibst Du mindestens einmal einen Zwischenstand, also wie wir ihn nennen, den Ticketstatus Update bekannt. Beispielsweise sechsundachtzig Prozent der Blindtickets sind verkauft. Jetzt noch schnell Ticket sichern. Du musst dabei nicht zwingend kommunizieren, wie viele Blindtickets Du insgesamt angeboten hast. Was Du allerdings im Rahmen deiner Marketingmaßnahmen kommunizieren solltest, ist das Restkontingent, das zu einem bestimmten Zeitpunkt noch verfügbar ist. Also entweder prozentual, so wie ich's vorhin genannt hatte oder absolut. Denn genau das ist dann dieser Impuls, der diese gefühlte Knappheit, diesen Druck und diese erhöhte Kaufmotivation erzeugt. Wo kannst Du künstliche Verknappung sonst noch einsetzen? Ja, im Grunde genommen bei allen Preisphasen, also beim beim Blind Ticket, beim Early Bird Ticket Phase eins, zwei, drei, je nachdem, wie viele Du hast, aber auch bei einzelnen Ticketarten wie zum Beispiel VIP Tickets oder Gruppentickets und dann natürlich bei den Preisaktionen, also Osteraktionen oder Valentinstagsaktionen oder beim Black Friday. Wenn Du das nicht machst, wenn Du auf das Erschaffen von limitierten Angeboten, auf das Erschaffen von Gelegenheiten verzichtest und Du keine Karten für das Champions League Spiel des FC Bayern verkaufst, dann gibt es kaum Anreize zu kaufen beziehungsweise frühzeitig zu kaufen. Dein Vorverkauf wird dann höchstwahrscheinlich vor sich hindümpeln und die Menschen aus deiner Zielgruppe kaufen dann spät oder gar nicht, weil vielleicht doch noch was dazwischen gekommen ist. Und am Ende des Tages wirst Du insgesamt weniger Tickets verkaufen, als Du hättest verkaufen können. Es gibt da draußen kaum einen erfolgreichen Tagesfestival- oder Open Air Partyveranstalter, der auf das Instrument der künstlichen Verknappung verzichtet. Und das wahrscheinlich aus gutem Grund. Wir sind bereits am Ende dieses One Minute Marketing Videos. Ich hoffe, der Impuls hat dir was gebracht. Viel Erfolg beim Tickets verkaufen. Wir sehen uns im nächsten Video. Bis dahin, mach's gut. Ciao.

Mehr aus „Eventmarketing in 1 Minute

Wie du die künstliche Verknappung einsetzt · ditix Hilfe